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Pritzker-Preis für Architekten des Sto-Projekts University of Central Asia

Der mit 100.000 Dollar dotierte "Nobelpreis der Architektur" – der 1979 ins Leben gerufene Pritzker-Preis – geht 2019 an Arata Isozaki und damit zum achten Mal nach Japan. Zu den bekanntesten Projekten Isozakis gehören Kyoto Concert Hall in Japan, das Museum of Contemporary Art in Los Angeles sowie Bauten in China und im arabischen Raum. Auch die University of Central Asia, ein Großprojekt mit je einem Campus in Tadschikistan, Kirgistan und Kasachstan, das mit Sto-Technologie realisiert wurde, stammt aus seiner architektonischen Feder. Überreicht wird der Preis im Mai bei einer Zeremonie im Schloss Versailles.

Als er mit 14 Jahren die Ruinen von Hiroshima erblickte, erkannte der heute 87-jährige Architekt Arata Isozaki die Bedeutung der Leere für die Architektur. "Ich habe mir sehr früh Gedanken gemacht, wie neue Städte und neue Häuser aussehen könnten", erzählt Isozaki. Der Zwischenraum und die Zwischenzeit, auf Japanisch "Ma" genannt, waren das Konzept, das die Jury des renommierten Pritzker-Preises letztendlich überzeugte, im Jahr 2019 den Japaner für sein Lebenswerk auszuzeichnen. In allen seinen Projekten spielt das gekonnte Gleichgewicht aus Leere und Raum eine große Rolle. Über 100 Bauten aus seinen Entwürfen wurden mittlerweile realisiert, darunter nicht nur in Japan, sondern auch in den USA, Europa und China sowie dem arabischen Raum.

University of Central Asia: Megaprojekt mit Impact
Arata Isozaki schuf den Masterplan für ein Großprojekt in Zentralasien, das weitreichende soziale Bedeutung hat. Die University of Central Asia, ein wichtiger Knotenpunkt für hochwertige akademische Ausbildungen in der Region, bekam in drei Staaten, in Khorog in Tadschikistan, in Naryn in Kirgistan sowie in Tekeli, Kasachstan, je einen neuen Campus. Das Projekt, angesiedelt auf einer Höhe von über 2.000 Metern über dem Meeresspiegel, war nicht nur logistisch wie bautechnisch eine große Herausforderung. 10.000 Quadratmeter StoVentec R, der vorgehängten hinterlüfteten Fassadenlösung von Sto, wurden im Projekt insgesamt verbaut. Bei der Fassadenfarbe entschied man sich ebenso für ein Produkt aus dem Hause des Technologieführers: StoColor Dryonic steht für Fassaden, die besonders rasch trocknen und daher länger schön bleiben. Im harschen Klima Zentralasiens kann diese Technologie ihre Stärken voll ausspielen.

Nobelpreis der Architektur
Der Pritzker-Preis wurde 1979 von Cindy und Jay Pritzker in Chicago ins Leben gerufen und wird jährlich vergeben. Unter den bekanntesten Preisträgern sind Philip Johnson, Frank Gehry, Rem Kohlhaas sowie der Österreicher Hans Hollein und Zaha Hadid, die bisher einzige Frau. Arata Isozaki, der Preisträger von 2019, ist außerdem Jurymitglied für den Aga Khan Award for Architecture.

Pritzker Preis 2019

Arata Isozaki gewinnt den Pritzker Architecture Prize.