Eine leistungsfähige Fassade entsteht aus dem Zusammenspiel aufeinander abgestimmter Komponenten. Dazu gehört auch die passende Schlussbeschichtung. Wird ein zusätzlicher Anstrich von Anfang an systemgerecht mitgeplant, verbindet er Schutz, Gestaltung und wirtschaftliche Ausführung und kann den späteren Instandhaltungsbedarf begrenzen.
Hier erfahren Sie unter anderem, warum die Bauphase günstige Voraussetzungen für einen zusätzlichen Anstrich bietet, welche Vorteile eine systemgerechte Planung bietet und wie StoColor Dryonic® und StoColor Lotusan® unterschiedliche Anforderungen an den Fassadenschutz erfüllen.

Ein Wärmedämm-Verbundsystem, kurz WDVS, besteht aus mehreren aufeinander abgestimmten Schichten. Neben der Dämmung und der Armierung prägt vor allem die äußere Oberfläche das Erscheinungsbild und die Widerstandsfähigkeit der Fassade.
Damit die Fassadenoberfläche möglichst lange funktionstüchtig und optisch ansprechend bleibt, sollte ihr Schutz bereits in der Planungs- und Errichtungsphase berücksichtigt werden. Denn eine leistungsfähige Fassade entsteht nicht durch eine einzelne Komponente, sondern durch das Zusammenspiel von Systemaufbau, Oberputz, Beschichtung und fachgerechter Verarbeitung.
Richard Puszter, allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger, empfiehlt, einen zusätzlichen Fassadenanstrich bereits bei der Errichtung eines WDVS vorzusehen. Laut Puszter zeigen langjährige Beobachtungen an Wohnhausanlagen und Fassadenobjekten, dass Fassaden mit einem zusätzlichen Anstrich nach 15 bis 20 Jahren häufig einen besseren Erhaltungszustand aufweisen als vergleichbare Oberflächen ohne Schutzanstrich.
„Der zusätzliche Anstrich ist dabei oft einer der entscheidenden Unterschiede“, erklärt Puszter. Aus technischer und wirtschaftlicher Sicht sollte die Maßnahme daher bereits bei der Herstellung berücksichtigt werden und nicht erst, wenn erste Beeinträchtigungen sichtbar werden.
Fassadenfarben prägen nicht nur das Erscheinungsbild eines Gebäudes, sondern erfüllen auch funktionelle Aufgaben. Je nach System und Produkt können sie die Oberfläche widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit und Verschmutzungen machen und ihre Beanspruchung im Lauf der Zeit reduzieren. Ein zusätzlicher Anstrich kann so dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit der Fassadenoberfläche länger zu erhalten und den späteren Instandhaltungsbedarf besser planbar zu machen.
Wie sich unterschiedliche Anforderungen an den Fassadenschutz lösen lassen, zeigen StoColor Dryonic® und StoColor Lotusan®.

Bei Fassaden, für die ein schnelles Abtrocknen der Oberfläche wichtig ist, bietet StoColor Dryonic® eine funktionelle Lösung. Die Entwicklung orientiert sich an natürlichen Vorbildern: Eine spezielle Oberflächenstruktur unterstützt das Ableiten und rasche Abtrocknen von Regen- und Tauwasser.
Auch StoColor Lotusan® nutzt ein Wirkprinzip aus der Natur. Vorbild ist die Oberfläche des Lotusblatts. Die Lotus-Effect® Technology reduziert die Benetzbarkeit der Fassade und erschwert die Anhaftung bestimmter Schmutzpartikel. Bei ausreichender Beregnung können diese leichter von der Oberfläche abtransportiert werden.
Während der Bauphase lassen sich WDVS, Oberputz und Schlussbeschichtung unmittelbar aufeinander abstimmen und in einen durchgängigen Arbeitsablauf integrieren. Gerüst, Schutzmaßnahmen und Baustelleneinrichtung sind zu diesem Zeitpunkt bereits vorhanden. Die Beschichtung kann damit ohne ein eigenständiges Bauprojekt in den vorgesehenen Ablauf eingebunden werden. Das vereinfacht die Koordination und schafft gute Voraussetzungen für eine fachgerechte Ausführung.
Im Bestand muss eine vergleichbare Maßnahme dagegen neu organisiert werden. Neben der Einrüstung sind Zugänge, Schutzmaßnahmen, Termine und gegebenenfalls die Information der Bewohnerinnen und Bewohner zu koordinieren. Vorübergehende Einschränkungen bei Balkonen oder Außenflächen können zusätzlichen Abstimmungsbedarf verursachen. Der eigentliche Anstrich ist dann nur ein Teil des gesamten Aufwands. Wer die Schlussbeschichtung frühzeitig und systemgerecht mitplant, kann die Ausführung effizienter gestalten und den späteren Instandhaltungsbedarf besser planbar machen.