Fassadenentwürfe, die leicht aussehen, sind in der Umsetzung oft die schwersten. Wie im Fall des Papiermuseums Düren. Für den Erweiterungsbau des Gebäudes hat sich Architekt Klaus Hollenbeck die Frage gestellt: Wie sieht Papier als Gebäude aus? "Wir haben uns zunächst ein Stück Papier genommen, es gefaltet und dann bemerkt: Diese Faltung bringt spannende Schattenspiele", erzählt er. Die hoch gesteckten Anforderungen und ästhetischen Ziele konnten erfüllt werden durch das intensive Zusammenspiel zwischen Architekt, Hersteller und Fachhandwerk.
Aus Liebe zum Bauen. Bewusst bauen.

Faltung, Wasserzeichen und Prägung – diese drei Archetypen von Papier verwendete Architekt Klaus Hollenbeck für die neue Architektur des Papiermuseums. Das Architekturbüro lieferte die Ideen, die Berater von Sto kümmerten sich um die technische Machbarkeit und schulten die Fachhandwerker.

Papier zu falten ist einfach. Aber wie faltet man eine Fassade? „Wichtig war, eine klare, scharfe Kante hinzukriegen“, berichtet der Architekt. „Damit die beiden aufeinander treffenden Flächen bei jedem Sonnenstand unterschiedlich belichtet werden und der gewünschte Kontrast entsteht.“

Mit einer Schablone und in verschiedenen Putzkörnungen wurden verschiedene Muster und Schriften wie eine Prägung auf die Fassade gebracht: Das Logo des Papiermuseums, das historische Wasserzeichen der Papiermacher von Düren sowie ein vom Stadtwappen abgeleitetes Muster. Der in Brailleschrift aufgetragene Name des Museums verweist auf die besondere Geschichte der Stadt Düren als „Stadt der Blinden“.

Die Tatsache, dass es ein Bestandsgebäude gab, stelle eine besondere Konstruktionsaufgabe an das Projekt: ein 50er-Jahre-Bau mit dünnen Wänden. „Wir wollten Alt- und Neubau mit einer einheitlichen Fassadenoberfläche verbinden, damit der Eindruck eines Neubaus entsteht“, so Klaus Hollenbeck. Die Lösung dafür war ein vorgehängtes hinterlüftetes Fassadensystem.
Wie dies im Detail gelang, erfahren Sie im kostenlosen Whitepaper: „Wie knickt man eigentlich eine Fassade?“

"Das Papiermuseum ist weiß, und es darf nicht vergilben." Um den Bezug zu Papier auch hinsichtlich des Farbtons sicherzustellen, wurde die Putzoberfläche mit der bionischen Fassadenfarbe StoColor Dryonic® beschichtet.
Sie sorgt durch ihre besondere Oberflächenstruktur dafür, dass Tau und Nebel in Rekordzeit abfließen. Mikroorganismen haben so keine Nahrungsgrundlage, die Fassade bleibt langfristig sauber.
Planung: Hollenbeck Architektur, Köln, DE
Ausführung: Hubert Schleicher GmbH, Aachen, DE und Anstrich Wilden GmbH & Co. KG, Aachen, DE
Sto-Kompetenzen: Vorgehängtes hinterlüftetes Fassadensystem StoVentec R; Oberputz StoSignature, Texture: Rough 1 + Effect: 2. Texture Defined - Fine 40; Fassadenfarbe StoColor Dryonic®
Erfahren Sie mehr über unsere Systeme und Beschichtungen:
> Vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme
> Bionische Fassadenfarben
> Putz-Systematik StoSignature
