Kann eine Fassade dazu beitragen, dass Menschen sich in einem Gebäude wirklich zu Hause fühlen? Mit dieser Frage haben sich die Architekten Françoise N'Thépé und Aldric Beckmann auseinandergesetzt und herausgefunden: "Eine einzigartige Fassadengestaltung kann durchaus zur Identifikation der Bewohner beitragen."
Bei der Wohnanlage UNIK in einem Vorort von Paris ist genau dies gelungen. Hier sind 160 Wohnungen entstanden. Die vorgehängte hinterlüftete Fassade aus hochwertigem Putz und Glas setzt über das gesamte Gebäude hinweg durch eingefärbte Glaspaneele verschiedene Farbakzente: zum Himmel hin überwiegen Weiß und Blau, zum Park hin Grün, zu den traditionellen Klinkerfassaden der Stadt hin Rostrot. Deshalb sagen die Bewohner nicht: "Ich wohne in Stockwerk 5, ganz rechts." Sondern zum Beispiel: "Ich lebe in der grünen Wohnung da."

"Die Fassade sollte sich ganz natürlich in ihre Umgebung einfügen", sagt Planer Aldric Beckmann. Die Wahl fiel daher schnell auf eine Glasfassade: Mit dreieckigen Glaspaneelen von je 60 Zentimetern Breite schufen die Planer ein schillerndes Fresko, das durch seinen Farbverlauf die Umgebung spiegelt.
Zusätzlich öffneten die Planer den Kern des Wohnkomplexes nach außen. So erhält jede der 160 Wohneinheiten viel Licht, keine zeigt nur nach Norden. Bald kam der Wunsch auf, zusätzlich einen Park zu planen. Alle Balkone wurden von vornherein mit Pflanzenkübeln ausgestattet.

Architekturbüro: BECKMANN N'THEPE ARCHITECTS, Paris. Ausführung: BATEG, Velizy-Villacoublay und GCEB, Saint-Germain-les-Corbeil. Bauherr: Nexity, Paris. Sto-Kompetenzen: Vorgehängte hinterlüftete Fassadensysteme Ventec Glass und StoVentec R, Wärmedämm-Verbundsystem StoTherm Classic.





Die gewünschte Dreiecks-Form der Glaspaneele und deren Größe stellten besondere Anforderungen an das Fassadensystem. Und: Die Fassade sollte nachhaltig und beständig sein. Schnell war den Architekten klar: "Wir brauchen ein Material, das Höchstleistung erbringt." Die Wahl fiel auf ein vorgehängtes hinterlüftetes Fassadensystem (VHF) von Sto, aus guten Gründen:
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Weil Gebäudesockel besonders empfindlich gegenüber Umwelteinflüssen sind, suchten die Architekten für das Erdgeschoss nach einem sehr beständigen Oberflächenmaterial. Die hinterlüftete Fassade sollte hier aber genauso ästhetisch wirken wie das Glas an den höher gelegenen Bereichen. "Wir wollten nicht, dass es einen ärmlicheren und einen reicheren Gebäudeteil gibt", so Adrian Beckmann.

Die Wahl fiel auf Putz als leistungsfähiges Oberflächenmaterial und auf die Technik StoSignature Fine 10, die eine hochwertige Oberflächenwirkung schafft. Dabei wurde der Putz in drei Arbeitsgängen aufgetragen, abgezogen und grob geschliffen. Für das Dachgeschoss wählten die Planer hingegen einen einfachen Putz, weil er dort den Auswirkungen des Stadtlebens weniger stark ausgesetzt ist.
"Insgesamt war es für uns eine Erleichterung, die gesamte Planung mit einem Hersteller abwickeln zu können", so Aldric Beckmann.
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