
Farben sind unsere Leidenschaft.Das menschliche Auge kann zehn Millionen Farbnuancen unterscheiden. Die daraus folgenden möglichen Farbkombinationen sind nahezu unendlich. Ein gutes Farbsystem stellt eine anwenderbezogene Auswahl von Farbtönen dar. Die Nutzerperspektive steht im Vordergrund.
Peter Appenzeller und Antonio Romano von StoDesign waren maßgeblich an der Entwicklung des neuen StoColor Systems beteiligt und erzählen im Interview mehr über die Entstehung.

A. Romano: Die bestehenden Farbsysteme bieten über den Farbwert, die Sättigung und die Helligkeit eine konkrete Definition für jeden Farbton. Aber welchen Nutzen bietet dies in der Anwendung? Ein Ansporn war es, aus der Nutzerperspektive über eine intelligente Systematik Rezepte für die Komposition von Farbtönen zur Verfügung zu stellen.
P. Appenzeller: Das Ziel ist ja immer, aus der Menge an Möglichkeiten die perfekte Lösung für das einzelne Projekt zu finden. Wir zeigen Wege auf, wie man zu diesen individuellen „Rezepten“ kommt. Im Ergebnis resultiert daraus ein extrem fein abgestimmter Farbkreis mit 72 Farbwinkeln / Farbtonbereichen und eine systematische Vorauswahl von Farbtönen innerhalb der einzelnen Farbtonbereiche. Systematik bedeutet in diesem Falle zudem, dass bei der Auswahl der Farbtöne von Winkel zu Winkel Chroma und Helligkeit der Farbtöne so verändert wurden, dass sich die einzelnen Winkel optimal ergänzen. Und aus dieser„intelligenten“ Auswahl lassen sich sehr gut Lösungen ableiten.
A. Romano: Zur Erklärung ziehe ich gerne die Analogie zum Genuss eines Restaurantbesuchs. Ein guter Koch trifft eine Auswahl aus einer großen Menge von möglichen Lebensmitteln und kreiert für den Gast daraus unterschiedliche, aber in sich jeweils optimal abgestimmte Menüs.
A. Romano: Ein gesamtheitlicher und langfristig gedachter, konzeptioneller Ansatz: ein System mit 1.000 neuen Farbtönen für die Fassade im Zentrum aller Überlegungen. Mit Fokus auf die Machbarkeit der Farbtöne in unseren Produkten. Ergänzt um 225 Farbtöne speziell für Innenräume und weitere 246 Lack- und Lasurenfarbtöne. Umgesetzt für den Anwender in professionellen Beratungswerkzeugen, so dass es möglich ist, mit nur einem Werkzeug ein komplettes Projekt zu gestalten. Besonders wichtig war uns zudem die Integration von insgesamt 72 historisch oder kulturell wichtigen Farbtönen, 24 besonderen Weißtönen und 8 neuen, farbigen Graureihen.
A. Romano: Das StoColor System ist aus der Anwendung heraus gedacht – auf der Basis einer wissenschaftlich-theoretischen Ordnung. Es gibt den analytischen Typ, der methodisch vorgeht und eine Begründung für einen Farbkanon sucht. Für den sind die Abstufungen in Chroma und Helligkeit der richtige Weg, das passende Rezept zu finden. Der emotionale Typ nutzt die Farbfächer aus der praktischen Anwendung heraus. Welche Farbtöne harmonieren, ergeben neue gestalterische Lösungen? Je nach Anwendungsgebiet gibt es ja auch Farbtöne, die deutlich häufiger gewählt werden als andere. Unabhängig von kurzfristigen Trends. Wir haben uns deshalb auch die Freiheit genommen, innerhalb des methodisch aufgebauten Systems bestimmte Farbtonbereiche stärker zu berücksichtigen als andere.
P. Appenzeller: Neben der einfachen Nutzung in der Anwendung war noch ein zweiter Punkt wichtig. Das StoColor System ist auch eine Reaktion auf den Rohstoffmarkt und die Weiterentwicklung innovativer Produkte, auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Die Weiterentwicklung garantiert die Machbarkeit der Farbtöne in den Produkten, bildet einen hohen Qualitätsstandard und Langlebigkeit der verwendeten Pigmente und Farbpasten ab. Wo dies nicht möglich war, wurden Farbrezepturen korrigiert, nicht das Produkt außen vorgelassen. Zum Zuge kommt nur, was auch in der Praxis anwendbar und in mindestens einem Produkt von Sto lieferbar ist. Das neue System ist auf langfristige Sicherheit ausgelegt – für das Unternehmen und die Anwender.
Ausgehend von den drei Primärfarben Gelb, Rot und Blau bildet ein sehr fein abgestufter Farbkreis mit 72 Farbtonbereichen die Basis des Farbsystems. Eine gezielte Auswahl der Farbtöne pro Farbtonbereich erleichtert die Komposition in der Gestaltung.
In metrischen Systemen wie dem neuen StoColorSystem wird die Position von Farbtönen im dreidimensionalenFarbraum über die Parameter Farbton,Helligkeit und Chroma präzise definiert.

Das StoColor System gliedert den Farbkreis imUnterschied zu anderen metrischen Systemen ingeringerem Abstand von nur 5 Grad in 72 Farbtonbereiche.Dieser reduzierte Abstand ermöglicht inder gestalterischen Praxis sehr fein nuancierteKompositionen von Farbtönen mit geringemFarbtonunterschied. Farbtöne direkt benachbarterFarbtonbereiche weisen zusätzlich einen bewusstenVersatz von Helligkeit und Chroma auf und ergänzensich somit optimal.

Die dargestellten Beispiele monochromer und polychrom monochromer Kompositionen verdeutlichen den Unterschied der beiden gestalterischen Ansätze. Die Abbildung „Monochrome Konzeption“ zeigt Farbtöne mit Unterschieden in Helligkeit und Chroma aus einem Farbtonbereich. Die Abbildung „Polychrom monochrome Konzeption“ zeigt Farbtöne mit Unterschieden in Helligkeit und Chroma aus mehreren, direkt benachbarten Farbtonbereichen. Im Ergebnis zeigt die zweite Variante das etwas breitere Farbspektrum – von rötlichen bis grünlichen Nuancen.
Gute Konzepte zeichnen sich durch die Planung und Steuerung der Farbwirkung aus. Textur und Schattenwurf oder verschiedene Glanzgrade verändern die ästhetische Wirkung sowie die Wahrnehmung des Farbtones selbst. Dies betrifft Farbton, Helligkeit und Chroma. Ihre finale Entscheidung der Farbgebung kann aufgrund dessen nur mit Echtmustern getroffen werden.

In metrischen Systemen wie dem neuen StoColorSystem wird die Position von Farbtönen im dreidimensionalenFarbraum über die Parameter Farbton,Helligkeit und Chroma präzise definiert.

Das StoColor System gliedert den Farbkreis imUnterschied zu anderen metrischen Systemen ingeringerem Abstand von nur 5 Grad in 72 Farbtonbereiche.Dieser reduzierte Abstand ermöglicht inder gestalterischen Praxis sehr fein nuancierteKompositionen von Farbtönen mit geringemFarbtonunterschied. Farbtöne direkt benachbarterFarbtonbereiche weisen zusätzlich einen bewusstenVersatz von Helligkeit und Chroma auf und ergänzensich somit optimal.

Die dargestellten Beispiele monochromer und polychrom monochromer Kompositionen verdeutlichen den Unterschied der beiden gestalterischen Ansätze. Die Abbildung „Monochrome Konzeption“ zeigt Farbtöne mit Unterschieden in Helligkeit und Chroma aus einem Farbtonbereich. Die Abbildung „Polychrom monochrome Konzeption“ zeigt Farbtöne mit Unterschieden in Helligkeit und Chroma aus mehreren, direkt benachbarten Farbtonbereichen. Im Ergebnis zeigt die zweite Variante das etwas breitere Farbspektrum – von rötlichen bis grünlichen Nuancen.
Gute Konzepte zeichnen sich durch die Planung und Steuerung der Farbwirkung aus. Textur und Schattenwurf oder verschiedene Glanzgrade verändern die ästhetische Wirkung sowie die Wahrnehmung des Farbtones selbst. Dies betrifft Farbton, Helligkeit und Chroma. Ihre finale Entscheidung der Farbgebung kann aufgrund dessen nur mit Echtmustern getroffen werden.

Alabasterweiß, Rügener Kreide, Französischer Ocker, Ägyptisch Blau, Englisch Rot oder Terra di Siena. Der Bezug zur kulturellen und gestalterischen Vergangenheit ist in der Arbeit mit Farbe elementar. Der ideelle Wert dieser Farbtöne bleibt auch losgelöst von der Herstellung des ursprünglichen Farbstoffes aus natürlichen Rohstoffen bestehen. Um die kulturelle Tradition dieser Farbtöne fortzuführen, beinhaltet das neue StoColor System 72 historisch relevante sowie materialbezogene Farbtöne.

Terra di Siena: Gelbliches bis rotbraunes Erdpigment, ursprünglich aus der Gegend um die italienische Stadt Siena (Erde aus Siena). Die gelblichen Nuancen werden als Siena Natur bezeichnet, die rotbraunen als Siena gebrannt.

Ägyptisch Blau: Eines der ältesten anorganischen Farbpigmente, welches bereits um 2.500 v. Chr. künstlich hergestellt wurde (auch als Nil-Blau bekannt). Natürliche Vorkommen sind sehr selten.

Rügener Kreide: Weißpigment (Kalkstein) von der Insel Rügen

Französischer Ocker: Ocker sind Eisenoxidhaltige Erdpigmente, deren Farbspektrum von hellem Gelb (lichter Ocker) über Orange- bis zu Rotnuancen reicht. Die Bandbreite des Farbspektrums ist noch heute zu sehen – zum Beispiel in den südfranzösischen Ockerregionen.
Die Anwendung von Farbe im städtebaulichen Kontext muss auf eine langfristige Gültigkeit abzielen. Das neue StoColor System ermöglicht es Ihnen, Ihre Konzeptideen zu verwirklichen. Von der Entwicklung der spezifischen Kompositionen bis zur Umsetzung in verschiedene Fassadenmaterialien.
Gute Konzepte zeichnen sich durch die Planung und Steuerung der Farbwirkung aus. Textur und Schattenwurf oder verschiedene Glanzgrade verändern die ästhetische Wirkung sowie die Wahrnehmung des Farbtones selbst. Dies betrifft Farbton, Helligkeit und Chroma. Entscheidungen können nur mit Echtmustern sicher getroffen werden.

Ihre Farbkonzepte können mit unseren Werkzeugen schnell und sicher erstellt werden. Diese sind auf die Anwendung von der Theorie in der Praxis abgestimmt: vom Farbtonfächer bis zum Echtmuster im speziellen Farbton.