In den zunehmend heißeren Städten wird die Fassadenbegrünung immer wichtiger. Eine neue Studie belegt, dass begrünte Gebäude nicht nur ästhetisch ansprechend sind, sondern auch das städtische Mikroklima erheblich verbessern. Pflanzen kühlen die urbane Hitze, besonders in Kombination mit gut gedämmten Fassaden.
Schon im Mittelalter nutzten Menschen die kühlenden Eigenschaften von Pflanzen an Gebäudefassaden, um die Hitze im Inneren zu mildern. Heute erfüllen begrünte Fassaden ähnliche Zwecke, indem sie die Aufheizung der Gebäude reduzieren und damit den Bedarf an Klimaanlagen senken. Dies trägt nicht nur zur Energieeinsparung bei, sondern mindert auch die Belastung durch Hitzeinseln in dicht bebauten urbanen Gebieten.

Die Vorteile von begrünten Fassaden sind vielfältig: Sie reduzieren nicht nur die Wärmebelastung und die Lärmbelästigung, sondern reinigen auch die Luft von Schadstoffen und produzieren Sauerstoff. Zudem bieten sie Lebensraum für Tiere und erhöhen die ästhetische Attraktivität der Gebäude. In Hitzeinseln wirken Begrünungen wie natürliche Klimaanlagen und senken die gefühlte Temperatur erheblich. Blattoberflächen erhitzen sich kaum mehr als die Umgebungsluft und tragen zu einem angenehmen Klima bei, wobei sie die gefühlte Temperatur um bis zu 13°C reduzieren können.

Mit Hilfe von begrünten Fassaden kann man, nicht nur die Temperatur innerhalb eines Gebäudes kühler oder auch wärmer halten, man spart dabei zusätzlich Energiekosten. Kletterpflanzen wirken wie natürliche Vorhänge, die im Sommer Schatten spenden und im Winter, wenn die Blätter abfallen, Sonnenwärme ins Gebäude lassen. Dach- und Fassadenbegrünungen wirken wie eine Gebäudedämmung gegen Hitze und Kälte. Ein weiterer, die Lebensqualität in der Stadt erhöhender Aspekt ist die Reduktion der Lärmbelastung am Gebäude um bis zu 10 Dezibel. Viele der genannten Effekte treten nur mit einer vollflächigen Begrünung auf, jeder Quadratmeterzählt also!

Pflanzen für Fassadenbegrünungen werden in bodengebundene und fassadengebundene Kategorien eingeteilt. Selbstklimmer wie Efeu und wilder Wein haften direkt an Fassaden, ohne das Mauerwerk zu schädigen, während Gerüstkletterpflanzen wie Kletterrosen Unterstützung durch Gitter oder Seile benötigen. Moderne Systeme wie das Ranksystem StoFix Iso-Bar ECO ermöglichen eine sichere und nachhaltige Installation auf Wärmedämm-Verbundsystemen. Bodengebundene Pflanzen wachsen aus dem Boden heraus und benötigen ausreichend Platz. Begrünungen mit Rankhilfen bieten den Vorteil, dass das Pflanzenwachstum kontrolliert wird und die Fassadenoberfläche geschützt bleibt. Eine intakte Fassade ist Voraussetzung für jede Begrünungsart, da der Putzhersteller keine Gewährleistung für mechanische oder statische Einflüsse bei Direktbewuchs übernimmt.

Mit StoFix Iso Bar ECO gibt es jetzt ein Ranksystem, das Fassadenbegrünung auf gedämmten Fassaden auch nachträglich ermöglicht. StoFix Iso-Bar ECO ist ein Komplettsystem aus Ankerstäben, Gewindebolzen, Unterlegscheiben mit Dichtelement, Adaptern zur Seilaufnahme, Edelstahlseilen, Seilkreuzen und Klettersprossen. Es eignet sich (je nach statischer Anforderung) für nahezu alle Fassaden bis 15 Meter Höhe und Dämmstoffdicken bis 300 Millimeter. Das witterungs- und UV-beständige Montagesystem wird direkt auf der Baustelle abgelängt und bietet durch verschiedene Seilführungen und Rastergeometrien Gestaltungsfreiheit.

Förderungen für Fassadenbegrünungen gibt es in ganz Österreich, sowohl als Teil der Wohnbauförderung als auch durch städtische Fördertöpfe für Begrünungsmaßnahmen. Die Umsetzung erfordert verschiedene Gewerke und kontinuierliche Pflege. Die Kosten variieren je nach Begrünungsart. Angesichts der positiven Effekte von begrünten Fassaden fördert die Bundesregierung in ihrem aktuellen Förderpaket verstärkt die Installation von Fassadenbegrünungen in mehrgeschossigen Wohnbauten. Besonders empfehlenswert ist der Sanierungscheck, der in Kombination mit Dach- und Fassadenbegrünung bei umfassender thermischer Sanierung im Rahmen der Sanierungsoffensive 2023/2024 gefördert wird. Weitere Informationen zuFörderungen .

Reduktion der Wärmeaufnahme der Fassade im Sommer, wodurch die Innentemperaturen gesenkt werden.
Verringerter Bedarf an Klimaanlagen und Heizung durch verbesserte Isolationseffekte der begrünten Fassaden.
Pflanzen filtern Schadstoffe wie Stickstoffdioxid, Schwefeldioxid, Ozon und Feinstaub aus der Luft und verbessern die Luftqualität.
Reduktion von Lärmemissionen um bis zu 10 Dezibel durch die Schalldämmung der Pflanzen.
Begrünte Fassaden bieten Nistmöglichkeiten und Lebensraum für Vögel, Insekten und andere Tiere.
Schutz vor UV-Strahlung und Schlagregen, was die Lebensdauer der Fassade verlängern kann.
Verbesserung des Erscheinungsbildes von Gebäuden und des städtischen Raums durch grüne Oasen in der Stadt.
Lokale Abkühlung in der Umgebung der Fassadenbegrünung, was zur Reduktion von Hitzeinseln beiträgt.
Pflanzen produzieren Sauerstoff und tragen so zur Verbesserung der Lebensqualität bei.
Begrünte Fassaden können helfen, sich an die zunehmenden Temperaturen und die veränderten klimatischen Bedingungen anzupassen.