Das Wichtigste in aller Kürze:
Holzfaserdämmplatten bestehen überwiegend aus Holzfasern, einem nachwachsenden Rohstoff. Sie lassen sich vielseitig einsetzen, bieten gute Dämmeigenschaften und können durch ihre Materialstruktur den sommerlichen Wärmeschutz sowie den Schallschutz unterstützen.
Was Sie sonst noch wissen sollten:
Hier erhalten Sie Antworten zu wichtigen Fragen und Punkten, wie: Entstehung & Herstellung, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel: Holzfaserdämmplatte für die Fassade im WDVS.

Dämmstoff aus nachwachsendem Rohstoff
Aus nachwachsendem Holz und nach Vorgaben verwertbar
Starke Dämmleistung
Holzfasern sind fast so gut in ihrer Dämmleistung wie Steinwolle oder Polystyrol
Gute Hitze- und Kälteschutzeigenschaften
Holzfaser bietet sehr guten sommerlichen Hitzeschutz und hohen Schallschutz
Umweltzeichen-zertifiziert
Im Sto-WDVS ausgezeichnet mit dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 79; Lizenznr: 1418)
Mehr Behaglichkeit im Raum
Die Eigenschaften der Holzfaserdämmung können ein angenehmes Raumgefühl unterstützen

Holz dämmt hervorragend und ist ein nachwachsender Rohstoff, der während des Baumwachstums CO₂ bindet. Holzfaserdämmplatten werden je nach Produkt aus Holzfasern, Hackschnitzeln oder Nebenprodukten der Holzverarbeitung hergestellt. Die Plattenreste können je nach Zustand und regionalen Vorgaben als Bau- und Abbruchholz entsorgt oder verwertet werden.
Holzfaserdämmstoffe bestehen überwiegend aus Holzfasern. Bei StoTherm Wood kommt eine Holzfaserdämmplatte mit einem Holzfaseranteil von 95 % zum Einsatz.
Das komplette WDVS mit dem ist mit dem Blauen Engel und dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.

Die Dämmplatten aus Holzfasern werden meist aus heimischen Nadelhölzern gewonnen. Deren weiche Fasern eignen sich besonders gut für die thermisch-mechanische Verarbeitung von Hackschnitzeln und Sägeabfällen. Daraus entstehen rohe Fasern, die in zwei Verfahren weiterbearbeitet werden.
Nassverfahren: Hier werden die Holzfasern mit Wasser zu einem Brei vermengt und zu Platten gepresst. Die Holzfaserdämmplatten werden bei Temperaturen bis zu 220 Grad Celsius getrocknet und anschließend zugeschnitten.
Trockenverfahren: Die Fasern werden getrocknet und mit einem geringen Anteil Bindemittel zu Platten geformt. Die Holzfaserdämmplatten dieses Verfahrens sind häufig etwas leichter und erzielen dabei eine hohe Festigkeit. Damit eignen sie sich gut für die Fassadendämmung.

Die Dämmplatten im Wärmedämm-Verbundsystem StoTherm Wood werden im Trockenverfahren gefertigt. Und zwar aus Hackschnitzeln von rindenfreiem Fichten- und Tannenholz. Dafür wird überwiegend frisches Durchforstungsholz eingesetzt. Dieses Holz wird im Zuge von Pflegemaßnahmen entfernt, um den Wald langfristig zu erhalten.
Bei der Herstellung der Holzfaserdämmplatten werden emissionsarme Bindemittel gemäß Produktdatenblatt und Baumwachs als Hydrophobierungsmittel verwendet.
> Zum WDVS mit Holzfaserdämmung StoTherm Wood

Mit einer Wärmeleitfähigkeit (Nennwert) von 0,037 – 0,047 W/(m*K) erzielt die Holzfaserdämmplatte gute wärmedämmende Eigenschaften.
Wärme- und Schallschutz
Aufgrund ihrer hohen Rohdichte schneiden Holzfaserplatten sehr gut im Schallschutz ab. Außerdem punktet der Dämmstoff beim sommerlichen Hitzeschutz.
Brandverhalten
Holzfaserdämmplatten weisen das Brandverhalten E gemäß EN 13501-1 auf. Im WDV-System sind Klassifizierungen bis B-s1, d0 (Standardaufbau) möglich.
Kosten
Holzfaserdämmplatten sind teurer als Mineralwolle- oder EPS-Dämmungen. Dem höheren Preis stehen dokumentierte Umweltkennwerte und der hohe Holzfaseranteil gegenüber.

Holzfaserdämmplatten sind flexibel einsetzbar und eignen sich für viele Bereiche, die keiner dauerhaften Durchfeuchtung ausgesetzt sind:
∙ Vom Dach bis zum Keller
∙ Fassadendämmung, Decken- und Fußbodendämmung
∙ Innendämmung (mit bauphysikalischen Vorteilen)
∙ Aufsparrendämmungen und Unterdeckungen
∙ Luftschall- und Trittschalldämmung
Die Bandbreite reicht von weichen und mittelharten Platten bis hin zu harten Faserplatten mit einer Rohdichte bis zu 300 kg/m³. Soll beispielsweise zwischen den Sparren gedämmt werden, muss der Dämmstoff eher flexibel sein.

Holzweichfaserdämmungen bestehen aus Holzfasern, die im Nass- oder Trockenverfahren gewonnen und zu Dämmplatten verarbeitet werden. Sie bieten gute Wärmedämmeigenschaften und können durch ihre bauphysikalischen Eigenschaften das Raumklima unterstützen. Beim Nassverfahren werden die Rohstoffe zunächst zermahlen und anschließend mit Wasser zu einem Brei verrührt. Beim Trockenverfahren werden die Fasern direkt nach dem Aufschluss getrocknet und anschließend mit Bindemitteln, zum Beispiel PUR-Harz, vermischt.
Wir haben die Dämmplatten hinsichtlich Dämmwirkung und Verarbeitung nochmals optimiert: mit verbesserten Verarbeitungseigenschaften und einer Wärmeleitfähigkeit (Nennwert) von nur 0,037 W/(m*K)! Die verringerte Rohdichte der Platten (110 kg/m³) und der verbesserte Zuschnitt machen die Verarbeitung wesentlich leichter. Gleichzeitig haben wir mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit die Dämmeffizienz weiter gesteigert.
Das Ergebnis der Weiterentwicklung: stark verbesserte Verarbeitungseigenschaften für die Anwendung bei Massivbauten!
> Zum Holzfaser-WDVS StoTherm Wood

StoTherm Wood ist das erste Komplettsystem mit dem Österreichischen Umweltzeichen nach UZ 79.
Seit 2021 gibt es die neue Umweltzeichen-Richtlinie für Wärmedämm-Verbundsysteme. Sie prüft und bewertet WDV-Systeme hinsichtlich der verwendeten Baustoffe bzw. Materialien, deren Beständigkeit sowie Aussagen zur Ökobilanz.

Hervorragende Dämmleistung
Mit der Weichfaserdämmplatte M 039: Wärmeleitfähigkeit ab 0,037 W/(m·K)
Schnelle Verarbeitung
Durch die rein mechanische Befestigung
Schallschutz im System
Durch die hohe Rohdichte der Holzfaserdämmplatte
Umweltzeichen-geprüft
Zertifiziert mit dem Österreichischen Umweltzeichen (UZ 79; Lizenznr: 1418)
Gestaltungsfreiheit in der Fassade
Putzfassaden mit StoSignature frei kombinierbar

Nach dem erfolgreich absolvierten Großbrandversuch auf mineralischem Massivbau-Untergrund wurde StoTherm Wood als Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) auf Holzbau-Untergrund einem Fassadengroßbrandversuch gemäß ÖNORM B 3800-5 unterzogen. Mit dem positiven Prüfbericht erfüllt das System die zusätzlichen Anforderungen an WDVS-Fassaden gemäß der OIB-Richtlinie 2 mit einem Holzweichfaser-WDVS im Holzbau nachweislich. Dies gilt sowohl für Holzrahmen- als auch Holzmassivbauweise.
StoTherm Wood kann damit in den Gebäudeklassen 1 bis 5 sowohl im mineralischen Massivbau als auch im Holzbau eingesetzt werden.
Mehr Details und Zusatzanforderungen: Verarbeitungsrichtlinie StoTherm Wood

Als Vergleichsbeispiel hat die Sto-Polystyrol-Hartschaumplatte PS15SE 040 eine geringere Rohdichte (15-18kg/m³) als die Sto-Weichfaserplatte M039 (110kg/m³). Durch die hohe Rohdichte verbessern sich die Schalleigenschaften und die Kälte/Wärmespeicherkapazität.
Beide Dämmsysteme haben dasselbe Brandverhalten. Die Sto-Polystyrol-Hartschaumplatte PS15SE 040 hat einen Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD von 0,040 W/mK, hingegen hat die Holzweichfaserdämmplatte M039 einen Nennwert der Wärmeleitfähigkeit λD von 0,037 W/mK. Preisgünstiger ist das Standard-Dämmsystem mit der Sto-Polystyrol-Hartschaumplatte PS15SE 040.
Direkt im Vergleich:
Technisches Merkblatt Sto-Weichfaserplatte M039
Technisches Merkblatt Sto-Polystrol-Hartschaumplatte
Der wesentliche Unterschiede in der Verarbeitung zwischen mineralischen Massivbau und Holzbau, insbesondere hinsichtlich Verklebung und mechanischer Befestigung ist folgender:
Im Holzbau ist eine Verklebung nicht erforderlich, da eine mechanische Befestigung mit zugelassenen Dübeln oder Klammern vorgegeben wird. Im mineralischen Massivbau hingegen werden Sto-Weichfaserplatten sowohl verklebt als auch zusätzlich mechanisch fixiert.
Holzweichfaserdämmplatten besitzen eine hohe Wärmespeicherkapazität. Sie können Wärme aufnehmen und verzögert wieder abgeben – ein Vorteil für den sommerlichen Wärmeschutz im passenden Bauteil- und Gebäudekonzept.
Die höhere Rohdichte unterstützt diese Speicherwirkung und kann so zu mehr Behaglichkeit im Sommer beitragen.
Eine höhere Masse kann den Schallschutz eines Bauteils unterstützen. Entscheidend ist jedoch immer der gesamte System- und Bauteilaufbau. Gleichzeitig gilt: Für eine gute Wärmedämmung ist eine niedrige Wärmeleitfähigkeit wichtig.
Holzweichfaserplatten verbinden eine vergleichsweise hohe Rohdichte mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit. Dadurch können sie im geprüften Systemaufbau sowohl den Schallschutz als auch die Wärmedämmung unterstützen.
Das Brandverhalten beschreibt das Verhalten von Stoffen und Materialien im Feuer bzw. welchen Anteil die Oberfläche am Brandereignis hat. Es wird durch Baustoffklassen DIN EN 13501-1 europäisch klassifiziert. Entflammbarkeit, Brennverhalten, Rauchentwicklung und brennendes Abtropfen/Abfallen der Materialien wird bewertet und kategorisiert. StoTherm Wood hat ein Brandverhalten von B-s1, d0
Informationsmaterial als Download
Highlight-Folder StoTherm Wood light
Broschüre StoTherm Wärmedämm-Verbundsysteme
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