Sto ist Ihr Komplett‑Partner für Betonsanierung und Bodenbeschichtungen. Von der Untergrundanalyse bis zum fertigen System erhalten Sie alles aus einer Hand.

Zu Beginn erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Bestands. Sichtprüfungen identifizieren Risse, Ausbrüche oder Feuchtezonen, während Messungen mit Rebound‑Hammer, Ultraschall und Phenolphthalein die Druckfestigkeit und Carbonatisierungstiefe bestimmen. Aus Bohrkernen werden Chloridgehalt, Porengehalt und weitere Parameter im Labor ausgewertet. Ergänzend prüfen Haftzugtests die Verbundfestigkeit. Alle Ergebnisse fließen in einen Diagnosebericht ein, der die passende Betoninstandsetzungsstrategie und die erforderliche OS‑Klasse nach EN 1504‑2 festlegt.
Nach dem Freilegen wird die Bewehrung mit StoCrete TK korrosionsschützend beschichtet. Anschließend gleichen StoCrete GM oder StoCrete SM Ausbrüche und Kantenverluste aus; großvolumige Bereiche können alternativ mit StoCrete TG‑Systemmörteln reprofiliert werden.
Für eine porenfreie, optisch homogene Oberfläche wird StoCrete TF 200 in 2 – 5 mm Schichtdicke frisch‑in‑frisch aufgetragen. Der PCC‑Feinspachtel schließt Lunker, Haarrisse und nivelliert Unebenheiten.
Nach einer wasserbasierten Acrylgrundierung wie StoCryl CP erhält der Bauteil einen mehrlagigen Oberflächenschutz: Zwischen‑ und Deckschichten aus StoCryl V 700 verzögern die Carbonatisierung im Beton, sind rissüberbrückend und unterstützen eine zügige Trocknung der Betonoberfläche. Für Bereiche mit hoher chemischer oder mechanischer Belastung wird abschließend eine Epoxidharzversiegelung wie StoPox WL 100 appliziert, die die Oberfläche gegen Abrieb, Öl und viele Chemikalien schützt.
Kontrollen von Temperatur, Taupunkt, Restfeuchte, Schichtdicke und Haftzugwerten ≥ 1,5 N/mm² werden lückenlos protokolliert. Das Abnahmeprotokoll mit Mess‑ und Bildnachweisen bildet die Grundlage für Gewährleistung und langfristigen Bauerhalt.
Für sensible Produktions‑ und Reinraumbereiche, in denen elektrostatische Entladungen Bauteile gefährden oder explosionsfähige Atmosphären vorliegen, bietet Sto mit den StoFloor ESD‑Systemen eine ableitfähige Lösung. Die volumenleitfähigen oder strukturierten Beschichtungen leiten elektrische Potenziale zuverlässig zur Erde ab und sichern so Mensch, Elektronik und Prozessqualität.

Für Parkbauten, die täglich Tausalz, Abrieb und Feuchtigkeit ausgesetzt sind, bietet Sto mit den StoCretec Beschichtungs‑ und Betoninstandsetzungssystemen einen wirksamen, beanspruchungsgerechten Schutz. Diffusionsoffene Beläge, chemikalienbeständige Wandlösungen und rissüberbrückende Deckenbeschichtungen schützen den Beton entsprechend der Beanspruchung und unterstützen die Substanzerhaltung sowie planbare Instandhaltung.

Unter Betonsanierung oder ‑instandsetzung versteht man sämtliche Maßnahmen, die die Tragfähigkeit und das Erscheinungsbild geschädigter Beton‑ bzw. Stahlbetonbauteile wiederherstellen und den Substanzerhalt unterstützen. Sie reicht vom Entfernen geschädigter Zonen über den Betonersatz bis hin zum Aufbringen von Oberflächenschutzsystemen (OS‑Klassen nach EN 1504‑2), um weitere Carbonatisierung, Chlorideindringung oder Frostschäden zu reduzieren.
Im Außenbereich bewähren sich rissüberbrückende, UV‑ und frostbeständige Systeme auf Polyurethan‑ oder Hybrid‑Basis (PU/EP). Sie kombinieren hohe Elastizität mit beständigem Witterungsschutz. Wird zusätzlich chemische Resistenz benötigt – etwa auf Parkdecks oder Balkonen – kommen pigmentierte Epoxidharzversiegelungen mit Quarzsandeinstreuung oder stoßfeste PU‑Deckschichten zum Einsatz.
Je nach Beanspruchung, Schichtaufbau und Pflege sind Zeitspannen im Bereich von etwa 10–20 Jahren möglich; durch Pflege und Überarbeitung lässt sich die Nutzungsdauer häufig verlängern. Ausschlaggebend sind die Beanspruchungsklasse (mechanisch, chemisch, thermisch), eine sachgemäße Untergrundvorbereitung sowie regelmäßige Pflege. Hochwertige Epoxid‑ und PU‑Beschichtungssysteme, die bei Verschleiß überrollt (»overcoated«) werden, können – abhängig von Nutzung und Wartung – über viele Jahre instandhaltungsfähig bleiben.
Die Bandbreite liegt – je nach Schadensbild und Aufwand – in der Praxis zwischen 50 und 100 €/m² für das fachgerechte Verfüllen von Rissen und Ausbrüchen; umfangreiche Reprofilierungen oder zusätzliche Korrosionsschutzmaßnahmen können die Kosten erhöhen.
Kunstharzsysteme werden typischerweise in 0,3 mm bis 5 mm appliziert. Leicht belastete Flächen (z. B. Lager, Technikräume) kommen mit 1–2 mm aus, während hoch beanspruchte Industriezonen häufig Schichtdicken von 3–5 mm benötigen.
Bei Epoxidharzsystemen kann eine Grundbelastung oft nach 48 Stunden erfolgen; volle chemische und mechanische Belastbarkeit wird üblicherweise nach 5–7 Tagen erreicht. Temperatur und Luftfeuchte beeinflussen die exakte Aushärtezeit.
Beschichtungen haften zuverlässig auf tragfähigen, sauberen und ausreichend trockenen Zement‑ und Betonuntergründen, Zement‑ oder Calciumsulfatestrichen sowie magnesit- oder asphaltgebundenen Flächen. Entscheidend sind eine passende Grundierung und – bei rückwärtiger Feuchte – ein diffusionsoffenes System.
Die Rutschhemmklasse wird durch definierte Quarzsand‑ oder Carbideinstreuungen und geeignete Versiegelungen eingestellt. Je nach Einsatzbereich können Oberflächen gemäß DIN 51130 oder ÖNORM B 2213 in den Klassen R9 bis R13 ausgeführt werden; Parkdecks oder Küchen erhalten zusätzlich Nass‑Rutschhemmung (R11/B).
Regelmäßiges kehren und feucht wischen mit pH‑neutralen Reinigern reduziert Abrasion durch Schmutzpartikel. Chemiebelastungen sollten zügig entfernt werden. Empfehlenswert ist eine jährliche Inspektion auf Abnutzung, um stark frequentierte Stellen bei Bedarf nachzuversiegeln. Dadurch sind – je nach Beanspruchung, Systemaufbau und Pflege – Nutzungsdauern im Bereich von etwa 10–20 Jahren möglich.